Er läuft und läuft und läuft………. bei manchen immer noch und gerne wieder

von Liz Collet

Er war nicht schwarz, sondern schneeweiss, hatte das Kennzeichen M-SC 686 und wurde das allererste Auto, das meine Eltern und damit wir als Familie besitzen sollten.

Man schrieb das Jahr 1976. Da war der VW Käfer bereits über die Wirtschaftswunderzeit hinausgewachsen, für die er bis heute symbolisch steht, seit vor 60 Jahren am 5. August 1955 der Millionste produzierte Käfer vom Band lief.

Wir hätten vermutlich als Familie auch noch eine Reihe von Jahren ohne eigenes Auto recht glücklich verbracht – für Ausflüge gab es Rad, Tram, U-Bahn, S-Bahn und für Ferienwochen bei meinen Grosseltern im Pfaffenwinkel den Zug und dabei das besondere Vergnügen der Fahrten mit dem Schienenbus ab Weilheim bis zu meinen Grosseltern. Die hatten viele Jahre vorher immer schon Autos und zu jener Zeit einen bordeauxroten schnuckeligen R4, in den ich in den Wochen mit meinen Grosseltern eh passte und wenn meine Familie dann ebenfalls einen Teil der Ferien zu meinen Grosseltern kam, passten wir immer auch irgendwie alle rein.

Aber der Beruf meines Vaters verlangte dann doch, dass er auch noch den Pkw-Führerschein machen sollte und als Überraschung mit dem Führerschein brachte er uns auch gleich den Käfer mit. 350 DM kostete der VW-Käfer, als er von uns gebraucht “adoptiert” wurde, seinen Spitznamen Kugelporsche erhielt und uns fortan für einige Jahre zuverlässig begleitete und beförderte. Und – gemeinsam mit meinen Grosseltern im R4 meist vor uns (Alter vor…. nun Rest der Familie eben, Ehre und Respekt, wem Ehre und Vorrang gebührt). Und er schnuckelte und kämpfte sich über jeden der Bergpässe Serpentinen für Serpentinen und jede noch so steile Strecke nehmend, deren Herausforderungen er sich stellen musste ...

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