Eigenbedarf muss sich bei Mischmietverhältnissen nur auf Wohnräume beziehen

Ein Artikel mit Philipp Modrach, wissenschaftlicher Mitarbeiter, zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 01.07.2015 (VIII ZR 14/15).

Ausgangslage:

Es kommt immer wieder vor, dass sog. Mischmietverhältnisse Vertragsgegenstand sind, bei denen dann eine Mietsache sowohl gewerblich, als auch als Wohnraum genutzt wird. Bei einer schwerpunktmäßigen Wohnraumnutzung kommt man dann auch zu einer Einstufung des Mietverhältnisses als Wohnraummietverhältnis insgesamt. Im vorliegenden Fall war auf einem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen von den Mietern ein Wohnhaus sowie weitere Nutzflächen sowohl zu Zwecken eines Ladengeschäfts als auch als Wohnung genutzt worden. Dies hielt sich auch im vertraglich vereinbarten Rahmen. Der Vermieter sprach nun eine Eigenbedarfskündigung aus mit der Begründung, er benötige eine Wohnung für seine bis dato noch zuhause lebende Tochter mit seiner Enkelin.

Entscheidung des Bundesgerichtshofs:

Zu entscheiden hatte der BGH in seinem Urteil über den Räumungsanspruch des Vermieters gem. § 546 BGB nach einer Eigenbedarfskündigung. Der Eigenbedarf bezog sich in den Fall zwar nur auf die Wohnräume, dies stand jedoch der Wirksamkeit der Eigenbedarfskündigung des Vermieters hier nicht entgegen. Der BGH stufte nämlich ebenso wie die Vorinstanzen das Mietverhältnis insgesamt als Wohnraummietverhältnis sein ...

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