„Da gehen wir bis Karlsruhe!“ – Vortragspflichten bei der Anwaltshaftung

Zur schlüssigen Darlegung eines Schadensersatzanspruches ist es nicht ausreichend nur vorzutragen, dass eine anwaltliche Pflicht verletzt worden sei, sondern es ist auch darzulegen, wie sich bei pflichtgemäßem Verhalten der Sachverhalt und die Vermögenslage des Geschädigten entwickelt hätten.

Sofern ein solcher Vortrag erfolgt, hat der im Schadensersatzprozess zur Entscheidung berufene Richter zu prüfen, wie nach seiner Auffassung der Vorprozess – hier bei Einlegung der Gehörsrüge – richtigerweise hätte entschieden werden müssen1. Darin liegt kein Verstoß gegen Art. 101 GG. Gesetzlicher Richter im Sinne von Art. 101 GG ist der zur Entscheidung des Schadensersatzprozesses berufene Richter.

Soweit der Mandant meint, der seinerzeit von ihm beauftragte Rechtsanwalt, der sich über das seinerzeitige Verfahren „aufgeregt” habe, könne nun nicht anders vortragen, ist dies unzutreffend ...

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