Von den Briten lernen? Der Mindestlohn-Pranger im Internet

Je reicher, desto schäbiger? 200 Millionen Euro auf der hohen Konto, aber nicht willens, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen? Der Kragen könnte einem platzen, wenn man liest, wie der Duke of Rutland, ein extrem vermögender britischer Adeliger seine Angestellten behandelt.

In Großbritannien beträgt der gesetzliche Mindestlohn 6,50 Pfund, umgerechnet etwas über 9 Euro. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, zahlt der Duke 57 Angestellten seiner Schlösserverwaltung weniger als diesen Betrag.

Woher die Zeitung das weiß? Natürlich aus dem Internet! Hier betreibt die britische Regierung seit zwei Jahren eine Webseite, auf der sie alle paar Wochen eine Liste aktualisiert. Auf dieser veröffentlicht sie für alle einsehbar „erwischte“ Arbeitgeber als Mindestlohn-Sünder. Genannt werden dabei die Namen der Firmen sowie die Nachzahlungen und Strafen, die das Finanzministerium festgesetzt hat.

In Deutschland hat der Zoll 2015 bisher 25.000 Kontrollen durchgeführt und 146 Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Verstoßes gegen den Mindestlohn eingeleitet.

„Name and shame“ heißt das bei den Briten, also „benennen und blamieren“ ...

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