Kündigung Lebensversicherungsvertrag

Im Rahmen der privaten Altersvorsorge gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Unter anderem kann dies über einen Rentenversicherungsvertrag erfolgen.

Wir bearbeiten aktuell einen Fall einer Hinterbliebenenversorgung bei der Allianz Lebensversicherungs AG. Der Vertrag sieht eine Beitragszahlungsdauer (auch Aufschubdauer genannt) von 13 Jahren vor. Nach Ablauf dieser Aufschubdauer beginnt die vertraglich vereinbarte Rentenzahlung, und zwar lebenslang mit vertraglich festgelegter Garantierente. In der Aufschubdauer muss die vereinbarte Versicherungsprämie gezahlt werden. Eine Hinterbliebenenversorgung für die Aufschubzeit war nicht vereinbart.

Kündigung gewünscht, Beitragsfreistellung gewährt:

Nachdem der Versicherungsnehmer erfahren hatte, dass bei Tod vor Rentenzahlungsbeginn die Kinder keinen Anspruch auf die Versicherungsleistung erworben haben, die eingezahlten Prämien somit bei der Versicherungsgesellschaft – Allianz – verbleiben, wurde der Vertrag gekündigt.

Die Allianz teilte daraufhin mit, dass gemäß § 19 Abs. 3 der Versicherungsbedingungen für den Baustein zur Altersvorsorge: Zukunftsrente Klassik E70 die Versicherung beitragsfrei gestellt wird, und zwar deshalb, weil im Vertrag kein Baustein „Kapital bei Tod“ keine Beitragsrückzahlung und keine Hinterbliebenenrente vor Rentenbeginn eingeschlossen war.

Grundsatz: Lebensversicherungsvertrag kann gekündigt werden

Ausnahme: Wenn ungewiss ist, ob der Versicherer leisten muss, gilt dies nicht:

Im neuen Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ist in § 169 Abs ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK