Krankentagegeld und Wiedereingliederungsmaßnahme

Für Arbeitnehmer – und auch für Selbständige – ist es sinnvoll, eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen, die ein im Vorhinein festgelegtes tägliches Krankentagegeld bezahlt, wenn der Lohnfortzahlungszeitraum abgelaufen ist. Hierdurch werden Einkommenseinbußen verringert.

BGH: Kein Krankentagegeld bei Wiedereingliederungsmaßnahme:

Wenn sich der Gesundheitszustand nach längerer Krankheit wieder bessert, wird häufig eine so genannte stufenweise Wiedereingliederung durchgeführt. Hierzu gibt es eine gesetzliche Regelung in § 74 SGB V.

Der Bundesgerichsthof, Urteil vom 11.03.2015, Az. IV ZR 54/14, hat nun entschieden, dass ein Anspruch auf Krankentagegeld nicht besteht, wenn eine solche stufenweise Wiedereingliederung in das Berufsleben auf Veranlassung der Krankenkasse durchgeführt wird.

Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer in dieser Zeit keinen Lohn vom Arbeitgeber gezahlt bekommt.

Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass eine solche Maßnahme dazu dient, den Arbeitnehmer schonend, aber kontinuierlich wieder an die Belastung seines Arbeitsplatzes heranzuführen ...

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