Anlegen der Arbeitskleidung als Arbeitszeit? | Vergütungspflicht | Grundsätze zur Arbeitskleidung

von Rechtsanwältin Gloria M. Reich

Erst gestern wurde das Thema der Vergütung für das Anlegen der Arbeitskleidung in den Medien diskutiert, Anlass ist der aktuelle Fall, der vor dem LAG Düsseldorf zwischen einem Arbeitnehmer und den Stadtwerken Oberhausen ausgetragen wird.

Wir stellen in diesem Artikel noch einmal klar, wann das Anlegen von Arbeitskleidung zur Arbeitszeit gehört und dann auch entsprechend zu vergüten ist.

Eigentlich ist die Abgrenzung ganz einfach, denn die Frage, wann das Anlegen bestimmter Arbeitskleidungen zur Arbeitszeit gehört, hängt zum einen mit berufstypischen Besonderheiten, andererseits mit Weisungen des Arbeitgebers zusammen.

Als Faustformel lässt sich festhalten:

Kann der Beruf erst ordnungsgemäß bzw. der Sache nach ausgeübt werden, soweit eine Arbeitskleidung überhaupt angelegt wurde? Man denke hier an den O.P.-Kittel, sterile Arztkleidung, feuerfeste Montur von Feuerwehrmitarbeitern, andere, hygienebedingte Arbeitskleidung im Lebensmittelbereich oder gibt der Arbeitgeber vor, dass eine bestimmte Kleidung zwingend zu tragen und erst im Betrieb anzulegen ist? Etwa im Servicebereich der Hotellerie, Stewardessenuniform, einheitliche Monteurskleidung?

--> Dann gehört das Anlegen der Arbeitskleidung zur Ausübung des Berufes dazu bzw. resultiert aus der Weisung des Arbeitgebers, die Umkleidezeit ist zu vergüten.

Anders in den Fällen, in denen der Arbeitgeber zwar vorgibt, dass eine bestimmte Kleidung zu tragen ist (z.B ...

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