Vertrauensschutz bei Widerruf eines Bankdarlehens

Nach einer Erklärung des Widerrufs von Verbraucherdarlehensverträgen weisen die Banken diesen in der Regel zurück und berufen sich trotz fehlerhafter Widerrufsbelehrung auf den Rechtsgedanken des Vertrauensschutzes. Dies ist aus mehreren Gründen schwer nachvollziehbar. Allgemein lässt sich feststellen, dass der Vertrauensschutz zugunsten der Banken die Musterbelehrungen verwenden, nicht zulasten der Verbraucher gehen kann. Dies wäre aber der Fall, wenn eine tatsächlich unzutreffende Widerrufsbelehrung aus Vertrauensschutzgesichtspunkten als zutreffend fingiert würde, um an einem Darlehensvertrag festzuhalten. Denn auch das umgekehrte Vertrauen der Verbraucher darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht durch den Verordnungsgeber herabgesetzt werden können, wäre gleichermaßen schützenswert. Daher stellt sich in der Praxis die Frage, ob die jeweilige fehlerhafte Widerrufsbelehrung in einem Verbraucherdarlehensvertrag den im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Musterbelehrungen entspricht. Eine Bank kann sich in diesem Zusammenhang nur dann auf Vertrauensschutz berufen, wenn die verwendete Widerrufsbelehrung den damals geltenden Text der Anlage 2 zu § 14 BGB-Info-V wiedergibt. Dabei darf es zu keinen Abweichungen kommen. Eine exakte und wortwörtliche Übernahme ist notwendig (BGH - Urteil in Az ...Zum vollständigen Artikel


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