Ist ein Legasthenie-Vermerk in Bayerns Abi-Zeugnissen zulässig?

von Liz Collet

Mit dieser Frage hat das Bundesverwaltungsgericht sich in einem heute um 10 Uhr zur mündlichen Verhandlung terminierten Verfahren dreier ehemaliger Schüler und Abiturienten zu befassen, die ihr Abitur teils an staatlichen, teils an privaten Gymnasien in Bayern bestanden hatten. Der Fall berührt die Frage, welche gesetzliche Grundlage für einen solchen Vermerk erforderlich ist.

Die Kläger leiden an einer Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie). Da sie dies durch ein fachärztliches Gutachten nachgewiesen hatten, wurde die Rechtschreibung bei der Bewertung ihrer schriftlichen Prüfungsleistungen nicht berücksichtigt. In den Fremdsprachen wurden die schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen gleich („im Verhältnis 1:1“) bewertet. Die Abiturzeugnisse der Kläger enthalten Vermerke über diese besonderen Bewertungsmaßstäbe und deren Grund. Diese Handhabung beruht auf einem ministeriellen Erlass.

Die Klagen gegen das Land bzw ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK