Berichte aus der Parallelwelt, Teil 9 – Hirschurne

von Katharina Reber

Berichte aus der Parallelwelt, Teil 9 – Hirschurne

Von Katharina Reber, 29. Juli 2015

Ein Werk der angewandten Kunst (hier: Urne mit Hirschmotiv) ist gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG geschützt, wenn es sich dabei um eine persönliche geistige Schöpfung im Sinn des § 2 Abs. 2 UrhG handelt.

Eine solche setzt eine individuelle Prägung voraus, deren ästhetischer Gehalt einen solchen Grad erreicht hat, dass nach Auffassung der für Kunst empfänglichen und mit Kunstanschauungen einigermaßen vertrauten Kreise von einer “künstlerischen” Leistung gesprochen werden kann (mit Verweis auf BGH, Urteil vom 13.11.2013 – I ZR 143/12, MIR 2013, Dok. 097 – Geburtstagszug m. w. N.).

Ein Hirsch macht noch keinen Künstler. Doch sollte individuell erbrachte grafisch-künstlerische Leistung immer auch als solche geschützt werden dürfen.

Der Meinung war auch das OLG Köln und entschied, dass die grafisch geschmückten Urnen einer Klägerin eigenschöpferischen Leistungen entsprechen und damit Urheberrecht genießen (OLG Köln, Urteil v. 20.2.2015, Az. 6 U 131/14) ...

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