Ausgeschlafene Beamte verschlafen rechtzeitige Geltendmachung der Entschädigung für Altersdiskriminierung

von Liz Collet

Die 13 gilt sowohl als Unglückszahl als auch als Glückszahl. Das hat für die folgende Entscheidung beinahe symbolischen Charakter. Betrifft sie doch 13 Urteile und Beamte.

Die 13. Fee im Märchen von Dornröschen gilt – heisst es – (auch) als Symbol der Störung der Heiligen Ordnung. Für die wiederum die Zahl 12 steht.

Das Verwaltungsgericht Aachen hat mit 13 Fällen ausgeschlafen klagelustiger Beamter

(demnächst sicher in irgendeiner regionalen Posse oder Politsatire rebellisch als “The Wild Beamten-Bunch” verflimter 13 durch die Eifel reitender Verteidiger der Gleichbehandlung, vielleicht garneirt mit ein paar Leichen, die ihren Weg pflastern und ihnen selbigen in die Vorabend-Reihe von heiter bis tödlich ebnen)

der Stadt Düren die bisher (ich wage nicht zu sagen: heilige) Ordnung durcheinander gebracht. Und mit jetzt erst veröffentlichten 13 Urteilen vom 16. Juli 2015 klagenden Beamten für die Zeit von 2012 bis Mai 2013 Schadensersatz von 100 Euro je Monat, insgesamt jeweils 1.700 Euro, zugesprochen.

Worum geht es?

Bis Mai 2013 sah das Besoldungsrecht eine nach Lebensalter gestaffelte Besoldung vor.

Nun weiss man (nicht nur der regelmässige Leser des Blogs), dass der Europäische Gerichtshof im September 2011 ein vergleichbares Entgeltsystem für europarechtswidrig erklärt hatte, weil das Kriterium des Lebensalters jüngere Beschäftigte wegen ihres Alters benachteilige ...

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