Schiffsbeteiligung – Insolvenz von Schiffsfonds

Schiffsbeteiligungen waren lange Zeit eine beliebte Anlageform. Banken vermittelten die Beteiligungen an Personen- und Frachtschiffen gerne und oft – insbesondere an private Anleger. Geschlossene Schiffsfonds wurden den Anlegern dabei stets als zukunftssicher dargestellt. Es wurden hohe Ausschüttungen durch Schiffsbeteiligungen in Aussicht gestellt.

Die Einlagen der Anleger sollten schnell durch die Ausschüttungen wieder eingenommen werden und die Beteiligung ab diesem Zeitpunkt Gewinn für die Anleger abwerfen. Gerade Privatanleger verließen sich nur allzu oft auf die Aussagen der Bank und haben eine Schiffsbeteiligung gezeichnet, um sich damit eine sichere Altersvorsorge durch Schiffsfonds zu ermöglichen.

Schiffsbeteilungen – Insolvenz und Pleite

Deutsche Anleger haben 30 Milliarden Euro in geschlossene Schiffsfonds investiert. Mittlerweile sind über 450 Schiffsbeteiligungen insolvent. Die Anleger haben dabei über zehn Milliarden EURO verloren. Bei vielen Schiffen steht ein Notverkauf und eine Pleite an. Anleger sind gezwungen, Rücklagen für Nachforderungen zu bilden. Es drohen nicht nur Rückzahlungen der Ausschüttungen, sondern auch Steuern aufgrund der speziellen Konstruktion vieler Schiffsbeteiliungen im Falle einer Liquidierung.

Was viele Anleger nicht wussten: Bei den Schiffsbeteiligungen handelte es sich um geschlossene Fonds am sog. „Grauen Kapitalmarkt“, welcher weder der staatlichen Finanzaufsicht, noch ähnlichen Regulierungen unterliegt. Durch die Zeichnung eines solchen geschlossenen Fonds wird dem Anleger eine unternehmerische Stellung innerhalb der Schiffsgesellschaft zuteil. Er profitiert somit nicht nur von den Chancen der Gesellschaft, sondern trägt auch in ganz erheblichem Maße deren Risiko.

Im Rahmen der Finanzkrise im Jahre 2008 hat sich dieses Risiko für viele Anleger verwirklicht ...

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