BYOD und Datenschutz: Private Smartphones dienstlich genutzt

28. Juli 2015

Datenschutzrecht & Recht der IT-Sicherheit

BYOD (Bring Your Own Device) ist um Zusammenhang mit Datenschutz ein wichtiges Thema bei vielen Unternehmen. Wir beleuchten die rechtlichen Stolpersteine.

Die wichtigsten datenschutzrechtlichen und arbeitsrechtlichen Stolpersteine bei der Einführung von „Bring Your Own Device“ (BYOD) für Arbeitnehmer.

Um dem Wunsch nach besserer Erreichbarkeit nachzukommen, nutzen immer mehr Arbeitnehmer beruflich Smartphones, von denen auf dienstliche Mails und Datenbanken zugegriffen und Telefonate geführt werden können. Auch privat nutzen mittlerweile die meisten Arbeitnehmer Smartphones. Um die vielfach als unbequem und altmodisch empfundene parallele Nutzung zweier Geräte zu verhindern, bietet sich die Bündelung in einem einzigen zugleich dienstlich und privat genutzten Gerät an.

Unter dem Stichwort „Bring Your Own Device“ (BYOD) bieten Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern Zugriff auf dienstliche Daten vom privaten Gerät des Arbeitnehmers. Hierbei stellen sich neben Problemen im Bereich Datenschutz auch solche aus dem Arbeitsrecht, die der Arbeitgeber bei der Einführung beachten muss.

1. Datenschutzrechtliche Dimension des BYOD

Die Unternehmensdaten, auf die der Arbeitnehmer Zugriff erhält, stellen Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person dar. Der Arbeitnehmer kann z.B. E-Mail-Adressen, Vertretungsverhältnisse juristischer Personen und Telefonnummern natürlichen Personen zuordnen. Hierbei handelt es sich um personenbezogene Daten, so dass die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (insb. § 9 BDSG) beachtet werden müssen, wenn BYOD möglich gemacht werden soll. Dem Arbeitgeber obliegt als verantwortlicher Stelle die Zutritts-, Zugangs-, Zugriffs-, Weitergabe-, Eingabe- und Auftragskontrolle. Diese Pflichten beinhalten u.a ...

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