Datenroaming Kreuzfahrtschiff – O2 (Telefónica Germany GmbH & Co. OHG) nimmt Rechnung von rund 4.600 Euro vollständig zurück

von Karsten Gulden

Eine Mandantin befand sich auf Kreuzfahrt und wurde dort von ihrem Provider informiert, dass sie rund 4.600 Euro zahlen müsse für die bereits angefallene Datennutzung. Das wollte sie nicht. Recht so.

Unsere Mandantin befand sich mit dem Reiseveranstalter Costa auf einer Urlaubsreise in der Karibik – auf einem Kreuzfahrtschiff.

In der Karibik erhielt sie per SMS von ihrem Mobilfunkanbieter O2 (Telefónica Germany GmbH & Co. OHG) die Information, sie könne für 1,99 Euro pro Tag 6 MB Datenroaming durchführen. Falls dies gewünscht sei, solle sie einfach das Wort „world“ zurücksenden, dann würde eine entsprechende Aktivierung stattfinden. Dies hat sie zweimal genutzt. Auf der Transatlantikfahrt hatte sie weiterhin Internetzugang und diesen auch gelegentlich genutzt, um Emails abzurufen oder Kontakt per Whats App zu ihrer Familie zu halten. Noch auf der Reise erhielt sie dann einen Anruf von einer Mitarbeiterin von O2, sie hätte nunmehr über das Schiff Datenroaming im Wert von rund 4.650 € genutzt. Dieser Betrag wurde ihr auch vollständig in Rechnung gestellt. Eine Registrierung über das Schiff oder anders lautende Informationen, dass Sie mehr als 1,99 € am Tag zahlen müsste, erhielt sie nicht.

Unsere Mandantin wurde zu keinem Zeitpunkt darüber in Kenntnis gesetzt, dass Kosten in dieser Höhe für die Datennutzung anfallen würden.

Dadurch liegt bereits ein Verstoß gegen die EU-Verordnung über das Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Union (EU 531/2012) vor. Gemäß Artikel 15 Abs. 1 der Verordnung sind Provider dazu verpflichtet, ihre Kunden über die Entgelte, die bei der Nutzung von Datenroamingdiensten anfallen, auch vorab zu informieren. Gemäß Art. 15 Abs ...

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