Streaming von Bundesligaübertragungen im Internet – Ist das Ansehen erlaubt? Eher nein…

von RA Tobias Herrmann

Endlich wieder Bundesliga! Viele Fans freuen sich über das Ende der fußballfreien Zeit (obwohl gefühlt läuft mittlerweile eigentlich ständig Fußball;-). So habe gestern teilweise eine Übertragung von Manchester United gg. Barcelona gesehen) und fiebern dem Start der neuen Saison 2015/2016 entgegen.

Fußball läuft nun seit langen nicht mehr nur in der Samstags- und Sonntagssportschau, sondern kann bequem live im Pay-TV verfolgt werden. Doch viele Fans können oder wollen sich die Kosten hierfür nicht leisten. Doch wofür gibt es das Internet? Und Live-Streams? Hier gibt es wohl Angebote z.B. von russischen oder chinesischen Sender, die ohne das Überwinden von technischen Sperren empfangbar sind. Es stellt sich daher die Frage, ob das Verfolgen von Übertragungen via Live-Streams im Internet erlaubt ist?

Diese Frage richtet sich im Grundsatz nach dem Urheberrecht. Einige Kollegen wie z.B. der Kollege Solmecke vertreten hier die Auffassung, dass das Ansehen von Live-Streams eher erlaubt sei. Offenbar stützt der Kollege seine Auffassung auf § 44a UrhG. Diese Norm sieht vor, dass flüchtige Vervielfältigungen von Werke unter gewissen Voraussetzungen erlaubt sind. In der Tat ist es bei Streaming ja so, dass das Werk – also hier der Live-Stream – nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert wird, sondern nur kurzfristig in den Arbeitsspeicher geladen und anschließend wieder gelöscht wird.

Meines Erachtens ist es jedoch fraglich, ob § 44 a UrhG hier eine rechtfertigende Schranke darstellen kann ...

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