Zulässigkeit von Aufrechnungsverboten in Formular-Mietverträgen

von Klaus Lützenkirchen

Das OLG Düsseldorf (v. 25.7.2013 – 10 U 114/12, ZMR 2015, 543) hat eine Klausel in einem Gewerberaummietvertrag, wonach dem Mieter die Aufrechnung nur mit unstreitigen und rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig sein soll, für wirksam angesehen und dabei wegen des Dauerschuldcharakters des Mietvertrages eine Übertragung der gegenläufigen Rechtsprechung des BGH zum Architektenvertrag (BGH v. 7.4.2011 – VII ZR 209/07, MDR 2011, 652 = ZMR 2004, 541) nicht für einschlägig befunden. Andere OLG sehen das ähnlich (KG v. 26.10.2009 – 8 U 45/09, DWW 2013, 181; OLG Köln v. 9.7.2012 – 1 U 49/12, ZMR 2012, 946; OLG Celle v. 22.3.2012 – 2 U 127/11, MietRB 2012, 194; OLG Frankfurt v. 28.1.2011 – 2 U 135/10, MietRB 2011, 276).

Ich meine, es kann dahinstehen, ob der Dauerschuldcharakter des Mietvertrages ein auschlaggebendes Argument ist und der VII. Senat sich nur deshalb in der Entscheidung vom 7.4.2011 nicht mit der Rechtsprechung des VIII. und des XII. Senats auseinandergesetzt hat, weil er seine Rechtsauffassung auf das Baurecht beschränkt wissen wollte ...

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