Missbrauchsprävention im Sportverein

von Mirko Laudon

Viele Kin­der be­su­chen in ih­rer Frei­zeit Sport­ver­eine – je­doch sind die im All­ge­mei­nen schlecht or­ga­ni­siert, was die Prä­ven­tion vor se­xu­el­lem Miss­brauch an­geht. Im Schwimm­ver­ein oder beim Fuß­ball: Po­ten­zi­elle Tä­ter nut­zen die Ar­beit als Trai­ner, um in Kon­takt zu Kin­dern und mög­li­cher Op­fer kom­men. Ein ak­ti­ves Kin­der­schutz­kon­zept gibt es in Ver­ei­nen da­ge­gen nur selten.

Der Deut­sche Fußball-Bund (DFB) hat nun eine Bro­schüre für Ver­eine auf­ge­legt, die Ver­eine in Deutsch­land da­bei un­ter­stüt­zen soll, ein Kin­der­schutz­kon­zept um­zu­set­zen. Klar ist: Die Ver­eine in Deutsch­land tra­gen die Ver­ant­wor­tung für den Schutz ih­rer Mit­glie­der vor se­xu­ell mo­ti­vier­ten Über­grif­fen durch Trai­ner. Die Hand­rei­chung für Ver­eine ver­mit­telt nö­ti­ges Grund­la­gen­wis­sen, gibt Hil­fe­stel­lun­gen zur Prä­ven­tion und ver­bes­sert das Ma­nage­ment im Kri­sen­fall bei Ver­dachts­fäl­len von se­xu­el­len Übergriffen.

Se­xu­elle Ge­walt hat viele Gesichter

Kör­per­li­cher Kon­takt ge­hört ohne Frage zum Sport dazu: Wer ein ent­täusch­tes Kind in den Arm nimmt und trös­tet, han­delt an­ge­mes­sen und rich­tig. Wer da­ge­gen ein­zelne Spie­ler häu­fi­ger und vor al­lem grund­los um­armt, die Pri­vat­sphäre beim Um­zie­hen oder Du­schen nicht re­spek­tiert oder Mit­glie­der so­gar strei­chelt, über­schrei­tet klar die Grenzen.

Es be­ginnt häu­fig eher harm­los, in­dem der Trai­ner ei­nem Kind be­son­ders viel Auf­merk­sam­keit schenkt – meist Kin­dern, die sich nach Auf­merk­sam­keit, Ak­zep­tanz und Zu­wen­dung seh­nen ...

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