Medizincheck bei Fußball-Transfers: Was darf veröffentlicht werden?

von Dr. Datenschutz

Bei Fußballprofis kann man inzwischen vom „gläsernen Menschen“ sprechen: Jeder Schritt wird gemessen, über jeden Fehltritt berichtet. Manchmal werden dabei aber auch rechtliche Grenzen überschritten, vor allem wenn es um die Veröffentlichung von Gesundheitsdaten geht.

Transferphase im Profifußball

Die Sommerpause verbringen Fußballfans vor allem damit, auf vielversprechende Einkäufe ihres Lieblingsclubs auf dem Transfermarkt zu hoffen. Die Boulevard- und Online-Medien kommen diesem Bedürfnis gerne nach und berichten über jedes noch so kleine Transfergerücht und sämtliche Details laufender Verhandlungen.

„Nur der Medizincheck steht noch aus“

…lautet meistens die Meldung, wenn sich alle Beteiligten einig sind, wie z.B. Anfang der Woche beim Transfer von Christian Benteke zum FC Liverpool für rund 46 Mio. Euro(!). Dem belgischen Profi ist der Wechsel zu gönnen, freute er sich doch bei seinem letzten Transfer zu Aston Villa vor zwei Jahren auf ein neues Leben in London, bis er feststellen musste, dass sein neuer Club nicht in London sondern im industriell geprägten englischen Norden, genauer in Birgmingham beheimatet ist. Jetzt wird es Liverpool, da kommen immerhin die Stones her – oder so ähnlich…

Informationsdurst der Medien

Der Informationsdurst der einschlägigen Medien geht inzwischen so weit, dass auch vor Details sportärztliche Untersuchungen nicht halt gemacht wird. Erst gestern rätselte das „Fachmagazin Kicker“ über die aktuelle Verletzung des Kölner Innenverteidigers Dominic Maroh und schrieb erstaunt:

„Alle Geheimnisse bei ruhenden Bällen möchte Stöger [der Trainer, d. Red.] der Konkurrenz nicht so einfach verraten. Verständlich. Das gilt weniger für die Geheimniskrämerei, die der Klub im Fall Dominic Maroh betreibt. Was den am Oberschenkel verletzten Abwehrspieler betrifft, könnte der FC inzwischen für Klarheit sorgen ...

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