Truecrypt – sicherer als die Polizei erlaubt!

von Rechtsanwalt Jürgen Just

Um das plötzlichen Ende der Weiterentwicklung der Verschlüsselungssoftware Truecrypt ranken sich viele Mythen. Insbesondere die Frage, ob eine Verschlüsselung mit Truecrypt noch als sicher gelten kann, wurde in der Netzwelt heiß diskutiert. Um mein persönliches Fazit vorwegzunehmen: eine Datenverschlüsselung mit Truecrypt ist nach derzeitigem Stand für den Gebraucht durch den Ottonormalbürger – ein entsprechend starkes Passwort vorausgesetzt – weiterhin als sicher zu bewerten. Mir ist aus meiner Tätigkeit als Strafverteidiger bislang kein Fall persönlich bekannt, in dem es Strafverfolgungsbehörden gelungen ist, mit Truecrypt verschlüsselte Daten zu entschlüsseln.

Vielmehr scheinen Staatsanwaltschaften und Polizei Truecrypt selbst als so sicher einzustufen, dass sie ihre eigenen Daten mit Truecrypt vor unbefugtem Zugriff schützen. Wir erhalten in unserer Kanzlei regelmäßig Datenträger von Ermittlungsbehörden, die mittels Truecrypt verschlüsselt wurden. Mittlerweile verwenden die Behörden sogar entsprechend starke Passwörter wie „#mitG3F4ngEN_miTGehaNg3n!-„. Sehr fortschrittliche Behörden übermitteln das Passwort sogar auf einem anderen Weg als sie den Datenträger versendet hat.

Auch wenn es für den ein oder anderen übertrieben scheinen mag: wer auf Nummer sicher gehen will, muss selbst so schön bedruckte Datenträger wie die der Polizei Hamburg behandeln wie jeden anderen externen Datenträger auch ...

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