Rezension Öffentliches Recht: Wertpapierhandelsgesetz

von Dr. Benjamin Krenberger

Just / Voß / Ritz / Becker, Wertpapierhandelsgesetz, 12. Auflage, C.H. Beck 2015


Von RA Dr. Marcus Heinemann, Dipl.-Verw. (FH), Hamburg





Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), ist kein wirklich einfach zu lesendes bzw. zu verstehendes Gesetz. Es zeichnet sich vor allem durch relativ komplizierte und untereinander verweisende Regelungen im Zusammenhang insbesondere mit der Insiderüberwachung (vgl. §§ 12 ff. WpHG), den Ad-hoc-Pflichten (vgl. § 15 WpHG) sowie den Mitteilungen zu Stimmrechten (vgl. §§ 21 ff. WpHG) in Bezug auf an regulierten Märkten gehandelten Wertpapieren aus. Mit dem vorliegenden Werk haben sich die Autoren daher wohl auch der Aufgabe verschrieben, das Regelungswerk des WpHG verständlich(er) und anwendungsfreundlich(er) zu erläutern.


Die Verfasser weisen in ihrem Vorwort zugleich auf eine weitere „Besonderheit“ des WpHG hin, nämlich „44 Gründe für eine Verschiebung der Veröffentlichung“ des nunmehr erschienenen Werkes. Die zahlreichen Gesetzesänderungen entwickeln das WpHG insoweit zwar regelmäßig fort, zeigen zugleich aber die unglaubliche Dynamik dieser Rechtsmaterie und auch ein gewisses Dilemma der kommentierenden und auch der rechtsanwendenden Zunft auf. Hinzu kommen die zahlreichen europäischen Verordnungen, die den Kapitalmarkt weiter regulieren. Beispielhaft sei hier nur die EU-Marktmissbrauchsverordnung genannt, deren Regelungsgehalte ab Juli 2016 einzelne Regelungen des WpHG ablösen werden. Die Autoren des vorliegenden Werkes sprechen vom zukünftigen WpHG daher schon als „Torso“ (vgl. Vorwort), wenn alsbald das EU-Verordnungsrecht etwa die Themen Insiderrecht, Ad-hoc-Pflichten und Directors‘ Dealings regeln wird. Als Vorschlag für eine zweite Auflage wird schon jetzt „WpHG und europäische Verordnungen“ angeregt ...

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