Recht auf Vergessenwerden – Welche Suchergebnisse löscht Google und welche nicht?

von Daniel Stolper

Bereits zum Jahreswechsel wurde von Google ein „Transparenzbericht“ mit Zahlen dazu veröffentlicht, wie viele Einzelpersonen seit Mai 2014 die Löschung von Suchergebnissen zu ihrem Namen beantragt haben und wie viele der gestellten Anträge tatsächlich erfolgreich waren (wir haben berichtet).

Nun hat Sabine Leutheusser Schnarrenberger, die Mitglied im Google Beirat ist, vor der Justizpressekonferenz in Karlsruhe Informationen dazu gegeben, welche Kriterien bei Google angewandt werden, wenn es um Löschersuchen geht.

Löschkriterien

Konkrete Löschkriterien seien nicht vorgegeben. Es werde aber darauf abgestellt, ob eine Berichterstattung „nicht mehr erforderlich, nicht mehr angemessen, nicht mehr notwendig“ sei. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um eine wahre Berichterstattung handele oder ob man gegen den eigentlichen Verantwortlichen des Inhalts wie Journalisten, Verlage oder Blogger direkt vorgehen könne. Das Ziel sei letztlich, dass das Auffinden einer Information erschwert wird.

Die Themen, bei denen die meisten Anträge bzw. Löschungen verzeichnet werden könnten seien

  • Links zu Vorwürfen der Korruption oder einem sonstigen nicht korrekten Umgang im Finanzbereich.
  • Anträge zum Thema sexuelle Orientierung, die „im Zweifel“ immer eine Link-Löschung nach sich zögen.
  • Links zu Vorwürfen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch ...
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