Der schweinchenrosafarbene „Reichsführerschein“ bei der Verkehrskontrolle

von Stephan Weinberger

Das Amtsgericht in Frankfurt hatte es mit einem „Reichsdeutschen“ zu tun. Bei einer Verkehrskontrolle zeigte der 50-Jährige Mann den Polizisten einen “„Reichsführerschein“, weil er den bundesrepublikanischen Führerschein nicht anerkennt. Die Richterin verurteilte den arbeitslosen Uwe H. wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je acht Euro.

Was war passiert ?

Es war der 18. November 2014, als Uwe H. auf der Vilbeler Landstraße in Bergen-Enkheim in eine Verkehrskontrolle gerät. Gegenüber den Beamten wies der Mann sich mit einem Führerschein, ausgestellt vom Landrat des Kreises Offenbach im Deutschen Reich aus. Die Polizisten wollten einen gültigen Führerschein sehen. Uwe H. wendet ein, dieser Schein sei sein gültiger Führerschein. Die Beamten fertigen eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung.

Vor Gericht muss er sich nicht wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten, denn eine solche besitzt Uwe H. tatsächlich, erkennt diese aber selbst nicht als gültig an. Der Angeklagte gehört offenbar zu den sog. „Reichsdeutschen“, welche vertreten, dass das Deutsche Reich weiterhin so existiere, dass nur die dort geltenden Gesetze Anwendung finden. Gerichte und Behörden müssen sich immer wieder mit Anhängern dieser Theorie auseinandersetzen.

Uwe H ...

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  • Rechte in Hessen: Strafe für Fahren mit „Reichsführerschein“

    fr-online.de - 74 Leser, 40 Tweets - Das Amtsgericht Frankfurt verurteilt einen „Reichsdeutschen“ wegen Urkundenfälschung. Der 50-Jährige hatte Polizisten bei einer Kontrolle einen „Reichsführerschein“ präsentiert, weil er den bundesrepublikanischen Führerschein nicht anerkennt.

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