I want my money back

„I want my mo­ney back“ – mit die­sem – his­to­risch auf­ge­la­de­nen – Aus­spruch be­kräf­tigte der baye­ri­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Mar­kus Sö­der den An­spruch des Frei­staats ge­gen­über der Hypo Alpe Adria (heute HETA ASSET RESOLUTION AG). Das Schau­spiel er­eig­nete sich im Ok­to­ber 2012 vor dem Wie­ner Ste­phans­dom. Mitte Juli ei­nig­ten sich die Bay­ern LB und Hypo Alpe Adria (HGAA). Wie ist es zu die­ser Wende gekommen?

Diese Kampf­an­sage ist ein Zi­tat der ehe­ma­li­gen bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin Mag­gie That­cher, die un­ter dem Motto sei­ner­zeit den Bri­ten­ra­batt bei der EU durch­boxte. Sö­ders Worte sorg­ten prompt für ent­spre­chen­den Wi­der­hall aus der Al­pen­re­pu­blik. Denn der deutsch-österreichische Ban­ken­zwist wur­den von Be­ginn an nicht nur vor den Ge­rich­ten in Kla­gen­furt, Wien und Mün­chen ver­han­delt – son­dern auch im „Ge­richts­saal der Öffentlichkeit“.

Der in­ter­na­tio­nale Rechts­streit zwi­schen der Bay­ern LB und ih­rer ehe­ma­li­gen ös­ter­rei­chi­schen Toch­ter HGAA hatte viele Jahre nicht nur die Ban­ken­welt, son­dern auch die Be­zie­hun­gen zwi­schen Bay­ern und Ös­ter­reich be­las­tet. Ge­gen­stand der ju­ris­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung wa­ren un­ter an­de­rem die Mil­li­ar­den­kre­dite, die die Bay­ern LB ih­rer Toch­ter HGAA ge­währte, als diese wäh­rend der Fi­nanz­krise in Tur­bu­len­zen ge­riet. Die Bay­ern LB hatte die HGAA Ende 2009 an die Re­pu­blik Ös­ter­reich zu­rück­ge­ge­ben. In der Folge ent­brannte ein Streit um die Rück­zah­lung der von der Bay­ern LB ge­leis­te­ten Kre­dite. Die Bay­ern for­der­ten de­ren Rück­zah­lung von Ös­ter­reich. Nach an­fäng­li­chen Zah­lun­gen stoppte die HGAA al­ler­dings Ende 2012 die Rück­zah­lung ei­nes Kre­dits mit ei­nem Ge­samt­vo­lu­men von gut vier Mil­li­ar­den Euro an die Münch­ner mit Ver­weis auf das Ös­ter­rei­chi­sche Ei­gen­ka­pi­tal­ge­setz (EKEG) ...

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