Fehler bei der internationalen Kreditvergabe

Untertitel: Über die notwendigen Sicherheiten bei der Vergabe internationaler Kredite an Staaten und Entwurf eines internationalen Völker-Insolvenzrechts

Zum Thema Griechenland gibt es zwei systematische Anmerkungen:

1. Die internationale Vergabe von Krediten scheint abweichend von generell schon längst anerkannten Bankstandards ohne irgendwelche Sicherheiten abzulaufen. Wieso eigentlich werden die Staaten hier privilegiert? Die Forderung ist, dass grundsätzlich auch Staaten für Kredite vorab bankübliche Sicherheiten zu hinterlegen haben.

2. Schmerzhaft zeichnet sich ab, daß ein gesamtes Rechtsgebiet derzeit noch weitgehend fehlt, nämlich das internationale Völker-Insolvenzrecht (nicht zu verwechseln mit dem bestehenden internationalen Insolvenzrecht, als dem Recht, die Insolvenz auch auf mehrere Staaten von der Wirkung her zu erstrecken).

Hier ergeben sich folgende weiteren Anmerkungen, die aus Zeitgründen erst einmal ganz grob den Weg aufweisen, den die europäische Politik in Zukunft nehmen müsste:

Wir Deutschen wollen nicht vergessen, daß wir niemals aus der Misere des zweiten Weltkrieges herausgekommen wären, wenn die Allierten sich ähnlich verhalten hätten wie der Bundesfinanzminister Schäuble und die Bundeskanzlerin. Die Forderungen stehen geschichtlich auf dem Niveau des Versailler Friedensvertrag, also des ersten Weltkriegs, und es ergibt sich bedauerlicher Weise insgesamt der Eindruck, als ob die heute verantwortlichen Politiker aus Deutschland, das damals ja auf der anderen Seite stand, überhaupt nichts seit damals dazu gelernt hätten. Die Alliierten hatten aus den Fehlern des Versailler Vertrags ihre Lehren gezogen und deren Umsetzung verdankt Deutschland heute seine gute Stellung im internationalen Wirtschaftsgeflecht ...

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