Asylbewerberheime und Gewerblichkeit

Mit zunehmender Wohnungsknappheit sind die Kommunen darauf angewiesen, Wohnraum anzumieten für die pflichtgemäße Bereitstellung von Unterkünften für Asylbewerberwohnheime.

Wer sich als Privatperson darauf einläßt und der Kommune durch privaten Vertrag entsprechend geeignete Immobilien vermietet, sollte sich über die Konsequenzen vorher gründlich informieren.

Eines der dabei auftretenden Probleme ist die Frage, ob solche Verträge grundsätzlich noch im Rahmen privater Vermögensverwaltung möglich sind, und die Vermieter weiterhin Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen, oder ob dadurch steuerlich automatisch die Tätigkeit und auch die Immobilie in die Gewerblichkeit hineingezogen werden könnten.

Die Rechtsprechnung würde grundsätzlich eine Gesamtbewertung vornehmen, danach, ob die konkrete Art der Tätigkeit ein gewerbliches Gepräge hat. Sofern die gesamte Verantwortung dabei durch den Mietvertrag in Händen der Kommunen liegt, kann grundsätzlich auch weiterhin private Vermögensverwaltung vorliegen. Anders wäre es zu beurteilen, wenn der Vermieter zusätzliche aktive Tätigkeit entfaltet, etwa die konkrete Verwaltung der Gebäude übernähme oder sonstige typische gewerbliche Aktivitäten entfaltet ...

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