Unterbringung nach dem Therapieunterbringungsgesetz – und die Verschwiegendheitspflicht der Behandler

Das Schweigegebot für Ärzte und Therapeuten gilt auch für Behandlungen in und durch Bedienstete einer öffentlichen Einrichtung; dabei ist das Behandlungsverhältnis durch das Recht der Therapeuten zur Verweigerung der Auskunft zwar nicht grenzenlos, aber doch umfassend in einer Weise genauso geschützt, wie es bei externen Behandlern der Fall wäre.

Das Schweigegebot gilt grundsätzlich auch für Ärzte und Therapeuten, die einem Patienten in einer öffentlichen Einrichtung zugewiesen sind1. Der erforderliche Schutz des Behandlungsverhältnisses zu dem Therapeuten wird vorliegend gegenüber den Gerichten nach §§ 3 ThUG, 29 Abs. 2 FamFG, 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO durch das Recht des Einzeltherapeuten zur Verweigerung der Auskunft umgesetzt. Ein etwaiger Verstoß gegen das Schweigegebot ist bei einem Berufspsychologen außerdem gemäß § 203 Abs. 1 Nr. 2 StGB strafbewehrt.

Die Schweigepflicht eines Therapeuten ist zwar nicht völlig unbegrenzt ...

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