Ein Wort im Wert von 10.000 Euro

Die Parteien sind Gerüstbauunternehmen, die in der Vergangenheit regelmäßig zusammen gearbeitet haben. Sie vereinbaren schriftlich die Gestellung eines umfangreichen Gerüstes für mehrere Monate. Wenn diese „Grundstand“ überschritten ist, sollen pro weitere Woche Gerüststandzeit 2,5% des vereinbarten Preises für die „weitere Vorhaltung“ anfallen – so sieht es der gedruckte Vertrag vor. Der Auftraggeber streicht jedoch den Passus „des vereinbarten Preises“ und schreibt „Aufbauwert“ dahin. Er ist der Meinung, in der Vergangenheit habe es oft die Praxis gegeben, dass bei Aufbau des Gerüstes 60% des vereinbarten Preises gezahlt wurden, bei Abbau dann der Rest. Entsprechend versteht er „Aufbauwert“ als 60% des Vertragspreises.

Der Auftragnehmer versteht das aber völlig anders. Er geht davon aus, dass mit „Aufbauwert“ der Umfang des Gerüstes gemeint ist, wie es dann (ggf ...

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