Schuldanerkenntnis am Unfallort

Oft kommt es am Unfallort zu Erklärungen von Seiten des Unfallverursachers wonach er/sie schuld am Unfall sei. Ein solches Schuldanerkenntnis ist jedoch problematisch. Es kommt darauf an, in welcher Form eine solche Verschuldensverteilung erfolgt. Nicht jedes „Anerkenntnis“ führt dazu, dass dies im Rahmen der Unfallregulierung auch Berücksichtigung findet. Geschädigte reagieren dann meist überrascht und verärgert, hatte der vermeintliche Unfallverursacher doch seine Schuld zugegeben

Schuldanerkenntnis – Ausgangslage

Es ist stets der Blickwinkel zu beachten. Unfallverursacher sollten sich hüten, irgendwelche Erklärungen am Unfallort abzugeben. Meist ist man wegen der Unfallsituation aufgeregt und sich nicht bewusst, was man eigentlich erklärt. Dies kann ggf. zu Nachteilen im Rahmen der späteren Unfallregulierung führen.

Aus Sicht des Geschädigten ist natürlich eine Erklärung des Unfallverursachers wünschenswert. Wie diese aussehen soll, erklären wir weiter unten.

Wenn die Polizei vor Ort ist muss man ebenfalls aufpassen. Für den Unfallverursacher gilt: grundsätzlich keine Aussage machen! Die Polizei ist dazu verpflichtet, den etwaigen Unfallverursachen darüber aufzuklären, dass er ein Aussageverweigerungsrecht hat. Dennoch können gewisse Aussagen – im Rahmen einer informatorischen Befragung – zum Gegenstand der Akte werden.

Schuldanerkenntnis – Was ist das überhaupt?

Grundsätzlich kommen zwei Varianten des Schuldanerkenntnisses in Betracht, das abstrakte und das deklaratorische.

Das abstrakte Schuldanerkenntnis (§ 781 BGB) schafft eine neue Anspruchsgrundlage und geht daher sehr weit. Wenn ein solches vorliegt, dann kommt es nicht mehr auf die tatsächliche Verursachung des Unfalls an, sondern nur noch auf den schriftlichen (notwendig) Vertrag „abstraktes Schuldanerkenntnis“. Nachvollziehbarerweise ist die Rechtsprechung hier sehr zurückhaltend, da der Erklärende in der konkreten Unfallsituation (Schock, Aufregung etc ...

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