Panoramafreiheit in Gefahr?

von Christopher A. Wolf

Das deutsche Urheberecht erlaubt es, dass jedermann Außenaufnahmen, Graphiken und Gemälde von urheberrechtlichen Werken machen kann, welche sich öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden. Diese Panoramafreiheit erlaubt jedem auch eine kommerzielle Nutzung dieser Aufnahmen. Will das EU-Parlament dies nun ändern?

Sergey Kelin / Shutterstock.com

Das deutsche Urhebergesetz definiert die Panoramafreiheit wie folgt:

“Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.”

Die Panoramafreiheit erlaubt also das Fotografieren in der Öffentlichkeit. Das bedeutet, dass jedermann auch kommerzielle Bilder von öffentlichen Gebäuden machen kann und diese z.B. als Postkarten oder in Kalenderform wirtschaftlich verwerten darf.

Nicht erlaubt ist die Aufnahme von einem Privatgrundstück aus – auch wenn das Gebäude aus anderer Perspektive im öffentlichen Raum aufgenommen werden kann. Dies hatte der Bundesgerichtshof in einer Grundsatzentscheidung (BGH, Urteil vom 17.12.2010 – Az. V ZR 45/10 – Preußische Schloss- und Parkanlagen) zur Panoramafreiheit entschieden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK