Wenn ein SPD-Abgeordneter am Bestellerprinzip scheitert, für das er selbst im Bundestag gestimmt hatte

von Liz Collet

…. Dann könnte man das vielleicht abbuchen unter “interessante Erfahrung aus der Lebensnähe von Otto Normalbürger”.

Oder als Fall von Parallelbetrachtung aus der Laiensphäre für einen Bundestagspolitiker zur praktischen Tauglichkeit und Wirksamkeit von ihm mit verabschiedeter Gesetzesregelungen. Die Mieter schützen sollen.

Nun wäre es bereits blamabel für einen Bundestagsabgeordneten genug, wenn selbst er nicht weniger hilflos und ohnmächtig wie jeder andere Otto Normalbürger vor einer Wohnung stünde, die er eigentlich gern mieten wollte. Und eigentlich auch mieten hätte können. Weil doch scheinbar alles bereis vereinbart war. Wäre da nicht noch im Anschluss an die Wohnungsbesichtigung mit dem Makler das Gespräch gewesen, in welchem dieser – nach der neuen Regelung des Bestellerprinzips – die Courtage vom Mieter gefordert hätte. Und zwar wohl wissen, wen er da vor sich hatte und wohl wissend, dass das gegen das Gesetz verstösst und wohl wissen, dass der Möchtegernmieter vor ihm dieses auch noch befürwortet hat. So dreist, dass ein solcher Makler dennoch die Courtage dann fordert für den Mietvertragsabschluss, muss einer erst mal sein. Möchte man meinen. Und mit einem “So ist Münchner Mietmarkt halt” auch nicht durchkommen.

Und vor allem würde man dann doch wohl eines von einem solchen SPD-Abgeordenten erwarten dürfen, der Wählern und Bürgern mit dem von ihm selbst befürwortetem Gesetz, von dem er selbst ebenfalls profitieren wollte und daher gewartet hat, mit der neuen Wohnungssuche, dass er dann mehr tut, als quasi achselzuckend den Vertrag eben nicht abzuschliessen. Weil er nicht von Anfang an Ärger mit der Wohnung haben will.

WOW! Grosartige Reaktion. Nämlich genau die gleiche, die ein Otto Normalbürger dann auch nur zeigen kann. Mehr aber auch nicht. Und das ist – san’s ma ned bös’, aber – bei Weitem zu wenig ...

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