Verkauf von “Zauberkäse” bringt Französin ins Gefängnis

von Stephan Weinberger

Es war alles Käse, was die 74-jährige “Madame Gil” alias Gilberte van Erpe in den Jahren 2005 und 2006 betrieben hat. Ihr “Käseverkauf” gilt als eine der größten Betrügereien in der chilenischen Geschichte. Die Französin verkaufte nichts Geringeres als “Zauberkäse” und brachte damit Tausende um ihr Erspartes. Ein Strafgericht in Paris entzauberte das magische Gewerbe und fällte jetzt ein reales Urteil. Drei Jahre Haft sowie drei weitere Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe von 250.000 Euro.

Über 5.000 Chilenen wurden Opfer von “Madame Gil”, die über ihre Firma “Fermex” dubiose “Starter Kits” um rund 369 Euro vertrieb und den Kunden Geld durch die Erzeugung von Käse versprach. Ein Abnehmer des “Zauberkäses” – und das noch zu einem guten Preis – sollte die französische Kosmetikindustrie sein. Als Bedingung galt, dass im wöchentlichen Rhythmus ein Puderpaket erworben werden musste, welches sich durch Beimischen von Milch in den “Quesito mágico” verwandelte. Das fertige Produkt – die entstandene Masse – musste nun wieder an die Frima “Fermex” geschickt werden. Dabei schien für die Chilenen daran nichts Verwerfliches, weil sie zu Beginn der Masche sogar noch Geld vom falschen Unternehmen für die “Käseproduktion” überwiesen bekommen haben ...

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  • "Zauberkäse" brachte Französin hinter Gitter

    derstandard.at - 33 Leser, 6 Tweets - Es ist einer der größten Betrugsskandale in der chilenischen Geschichte. Eine Französin hat mit einem "Zauberkäse" Tausende um ihr Geld gebracht

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