Sharing Economy – auch datenschutzkonform ?

von Dr. Uwe Schläger

Wohnungen, Autos, Werkzeuge, Bücher, Musikdateien, aber auch Software – fast nichts gibt es, was derzeit nicht ausgeliehen bzw. geteilt wird, nicht nur mit Nachbarn, sondern mit zunächst unbekannten Personen, die über Internetportale vermittelt und auch bewertet werden. Hierbei werden nicht nur durch die Betreiber der Plattformen zahlreiche personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und Dritten zum Abruf zur Verfügung gestellt, sondern auch durch die Anbietenden und den Nachfragenden. Dies passiert nicht immer datenschutzkonform.

Was ist Sharing Economy?

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert den Begriff Sharing Economy (auch „Shared Economy“) als das systematische Ausleihen von Gegenständen und gegenseitige Bereitstellen von Räumen und Flächen, aber auch von Informationen, insbesondere durch Privatpersonen. Gemäß der Ökonomie des Teilens soll ein Nachfrager nicht abhängig sein von Eigentum, sondern Dinge nur vorübergehend benutzen, bewohnen und bewirtschaften.

Wohlstand definiert sich demnach nicht mehr nur über Besitz, sondern über den digitalen Zugang zu Waren und Dienstleistungen. Über Internetplattformen und soziale Netzwerk können sowohl Anbieter als auch Nachfrager einen großen Interessentenkreis erreichen, kurzfristig agieren und reagieren und somit eine optimale Auslastung der geteilten Ware erreichen.

Pflichten der Plattform-Betreiber

Die Betreiber der Vermittlungsplattformen unterliegen, sofern sie die Tauschbörse in deutscher Sprache und deutschen Interessenten anbieten, grundsätzlich dem Telemediengesetz (TMG). Strittig ist, ob das TMG auch dann noch gilt, wenn der Betreiber seinen Sitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland hat. So hat beispielsweise das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht am 22.4 ...

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