„Blödsinn treiben“ ist nicht unfallversichert

von Thorsten Blaufelder

Jul 13

Was sich neckt, das liebt sich – ist aber dabei grundsätzlich nicht unfallversichert. Dies stellte das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt in einem am Dienstag, 07.07.2015, bekanntgegebenen Urteil klar (AZ: L 3 U 47/13). Es lehnte damit bei einem 27-jährigen Umschüler die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.

Der 27-Jährige war im Rahmen einer beruflichen Umschulungsmaßnahme während einer nicht beaufsichtigten Unterrichtszeit aus dem Fenster im ersten Stock des Unterrichtsgebäudes gesprungen. Dabei floh er offenbar vor sechs Mitschülerinnen, die ihn mit einem Gummispritztier nass spritzten.

Doch der Fenstersturz endete schmerzhaft. Der Mann landete auf einem Wellblechdach und brach hindurch. Er verletzte sich dabei an Fuß und Wirbelsäule.

Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab. Rangeleien oder Neckereien seien keine „betriebsdienliche Tätigkeit“ und stünden daher nicht unter dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz ...

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