Spielschulden sind Ehrenschulden – Was bedeutet das?

Der Traum vom großen Geld und der Nervenkitzel reizen viele Menschen, sich beim Glücksspiel zu versuchen. Ob Kartenspiele wie Poker, Spielautomaten, Sportwetten, Pferderennen oder andere Glücksspiel­arten, die Gefahr, sich zu verschulden, ist auch wegen des Suchtfaktors bei Glücksspielen groß. Hat man mehr verspielt, als man zahlen kann, hat man Spielschulden.

Wissen Sie darüber Bescheid, ob, wann und warum Sie Spielschulden zurückzahlen müssen? Und was es mit dem Satz "Spielschulden sind Ehrenschulden" auf sich hat?

Spielschulden sind Ehrenschulden

Diese Aussage bezieht sich darauf, dass gemäß § 762 Abs. 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) durch Spiel und Wette keine Verbindlichkeiten entstehen, die rechtlich einklagbar sind. In der Fachsprache wird dies als Naturobligation bezeichnet. Dabei handelt es sich um private Wetten oder privates Glücksspiel. Ein Beispiel ist, dass Sie eine Wette verlieren, deren Einsatz 10 € waren. Wenn Sie das Geld nicht zahlen, ist zwar derjeneige, gegen den Sie gewettet haben, verärgert, kann die 10 € jedoch nicht gerichtlich einklagen.

In § 762 Abs. 2 BGB ist zudem geregelt, dass auch trotz schriftlich festgehaltener Wette (z.B. über einen Darlehensvertrag zur Rückzahlung) das Geld nicht per Gericht eingeholt werden kann. Achtung: Wenn bereits gezahlt wurde (zum Beispiel beim Poker wurde in den Pott eingezahlt), kann nichts zurückverlangt werden. Haben Sie sich Geld von einem Dritten geliehen, um Glücksspiel zu betreiben, handelt es sich um "normale" Schulden. Diese können unabghängig davon, ob Sie diese zum Spielen verwenden, von demjenigen rechtlich zurückgefordert werden, von dem Sie sich das Geld geliehen haben ...

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