So läuft die Privatinsolvenz ab (Schuldnersicht)

Martin M. grüßt mich schon von weitem, als ich ihn auf den Weg zum Badesee begegne. Knapp über 1,90 m, braun gebrannt mit Vollbart und Cap, mit einer vollen Badetasche unter dem Arm habe ich ihn zuerst nicht erkannt. Wir kommen ins Gespräch.

„Die Inso ist das Beste was mir passieren konnte.“

„Ich denke mit Schrecken an die Zeit vor dem Antrag zurück. Der Briefkasten war jeden Tag voll. Ich habe mir ständig Sorgen gemacht, dass mein Gehalt gepfändet wird und habe Miniraten an die Gläubiger gezahlt – in der Summe mehr als ich eigentlich mußte. Den Gläubigern war es aber immer zu wenig.“

Er stellt seinen Schirm ab und schiebt die Cap zurück. Ich frage, wie es ihm seit der Insolvenzeröffnung ergangen ist.

„Ich hatte nur einen einzigen Termin mit dem Verwalter. Ich bekomme keine Briefe (von Gläubigern) mehr. Irgendwann hab ich ein Schreiben wegen dem Schlusstermin bekommen und bin jetzt in der Wohlverhaltensperiode. Eigentlich habe ich seit der Eröffnung nicht viel vom Verfahren mitbekommen. Ich bin jetzt viel entspannter. Mich hat das ständige Feuerlöschen und auf Notfälle reagieren total genervt.“

Noch 18 Monate und ich habe die Restschuldbefreiung !

Auf meine Frage, was er nach der Restschuldbefreiung plant, lacht er : „Jedenfalls keine Schulden mehr machen!“

Meist bekommt der Schuldner vom eigentlichen Verbraucherinsolvenzverfahren nicht so viel mit. Wenn die Obliegenheiten eingehalten werden, gibt es kaum Kontakt zum Insolvenzverwalter oder dem Gericht.

So läuft das Verbraucherinsolvenzverfahren (hinter den Kulissen) ab Im Gespräch mit dem Schuldnerberater werden die Besonderheiten des Falles und die weitere Vorgehensweise besprochen. Bereits zu diesem Zeitpunkt werden mögliche Versagungsgründe abgeklärt ...Zum vollständigen Artikel


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