Gesichtsscan als 2-Faktor-Authentisierung bei MasterCard

von Daniela Windelband

MasterCard hat angekündigt, den Einsatz verschiedener biometrischer Verfahren zu testen, um Kreditkartenzahlungen besser abzusichern. Bisher reicht in vielen Fällen der pure Besitz der Kreditkarte um eine Transaktion durchzuführen. Das macht es Dieben gerade mit Kreditkarten so einfach. Die bisher nächste Stufe zur Absicherung von Transaktionen ist die zusätzliche Eingabe einer PIN. Dieser gängige Ablauf, der uns allen durch das Abheben von Bargeld am Geldautomaten bekannt ist, stellt bereits eine 2-Faktor-Authentisierung dar. Es braucht 2 Faktoren, damit ich an mein Geld komme, bzw. damit ich eine Zahlung per Kreditkarte legitimieren kann. Zum einen die Karte selbst (Faktor Besitz) und in unserem Beispiel zum anderen den PIN (Faktor Wissen). Da Kennwörter bekanntlich häufiger ausspioniert werden, will MasterCard ab September in einem Pilotversuch den Einsatz verschiedener biometrischer Verfahren erproben. Zum Einsatz sollen Fingerabdruckscanner und ein Gesichtsscan kommen. Der Kunde soll aus diesen beiden Verfahren frei wählen können.

Pilotphase in den USA

Ab Herbst sollen 500 Kunden in den USA an dem Test teilnehmen. Bei einem Online-Kauf müssen die Teilnehmer sich dann über ihr Handy biometrisch ausweisen. Wählen Sie die Gesichtserkennung, müssen sie ein Foto von sich machen und dabei in die Kamera blinzeln, damit nicht einfach ein Foto vor die Linse gehalten werden kann. Zuvor muss jedoch ein Vergleichsfoto bei MasterCard hinterlegt werden, um einen Abgleich zu ermöglichen. Beim Fingerabdruckscan, der nur auf Smartphones mit entsprechender Funktion möglich ist, soll der Vergleichsabdruck auf dem Smartphone verbleiben. Bei einem übereinstimmenden Fingerabdruck wird ein Token generiert, der dann an MasterCard gesendet wird. Beim Gesichtsscan sollen zwar mehr Daten an MasterCard übertragen werden als beim Fingerabdruck, aber immer noch zu wenige, um eine Gesichtsrekonstruktion durchführen zu können (vgl. hier) ...

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