Über die Risiken und Fallstricke bei Schönheitsoperationen - worauf Sie als Patient achten sollten

Schönheitsoperationen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Damit steigen auch die Zahlen der Beschwerden von Patienten, die sich schlecht aufgeklärt oder behandelt fühlen. Viele Schönheitschirurgen scheinen sich nicht an geltende gesetzliche Bestimmungen gebunden zu fühlen. Daher sollten angehende Patienten genau prüfen, ob sie es mit einem erfahrenen Facharzt oder einem Scharlatan zu tun haben. (08.07.2015)

Das Vorgespräch: Es wird viel geredet

Der erste Kontakt mit dem Schönheitschirurgen ist üblicherweise ein Vorgespräch. Der Arzt begutachtet das zu behandelnde Körperteil (Brust, Bauch, Beine oder Gesicht) und erklärt in warmen und ausführlichen Worten, was er zu tun gedenkt. Der Patient sollte sich hier bereits früh klar machen, was er will und was er nicht will. Wer z.B. eine kleinere Brust will, kann dies durch Straffungen, Fettabsaugung, Entfernung von Drüsengewebe, kleinere Implantate oder ähnliches erreichen. Viele Wege führen zum Ziel. Der Arzt will möglichst freie Hand. Das kann im Ergebnis dazu führen, dass der Arzt zwar im Vorgespräch erklärt, er wolle straffen, dann aber "nur" Fett absaugt, so dass der Patient schließlich mit dem Resultat unzufrieden ist.

Um dem vorzubeugen, sollte der angehende Patient dem Arzt nach dem Gespräch eine email schicken, in der er die zentralen Punkte des Vorgesprächs zusammen fasst und um kurze Bestätigung per email bittet. Ist der Arzt dazu nicht bereit, sollte man weiter nach einem geeigneten Operateur suchen. Denn was im Vorfeld lediglich besprochen wurde, lässt sich in einem Streitfall nur schwer beweisen. Was dagegen verschriftlicht wurde, ist bindend. Deshalb scheuen Ärzte, die mögliche Gegenansprüche oder Beschwerden fürchten, das geschriebene Wort. Ein guter Chirurg hat dagegen keine Bedenken, zu seinem Wort zu stehen ...

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