Wenn das Bier nicht deutsch genug ist

von Stephan Weinberger

Amerikanische Verbraucher fühlen sich vom Bierbrauer Beck’s getäuscht. Auf den Flaschen befinden sich Aufdrucke wie “Deutsche Qualität” und “stammt aus Bremen, Deutschland”, obwohl die Flaschen für den US-Markt seit 2012 in St. Louis abgefüllt werden. Die Chancen auf Schadensersatz stehen nach einem aktuellen Vergleichsangebot nicht schlecht. Hingegen nutzt der Konkurrent Warsteiner die Auseinandersetzung für seine eigene Werbung.

Die US-Konsumenten fühlen sich von diesen Werbeaussagen irritiert, dachten sie doch, sie hätten ein in Deutschland produziertes Pilsener erworben. Sie haben deshalb Klage gegen den weltgrößten Brauer AB Inbev beim Bundesgericht in Miami erhoben, so das “Wall Street Journal” (“WSJ”).

Nach aktuellem Stand streben die Parteien einen Vergleich an: Pro gekaufter Flasche Beck’s soll es zehn Cent geben, maximal 50 Dollar. Ohne Kaufbeleg soll es bis zu zwölf Dollar geben. Dem Bericht zufolge ist der Versuch einer Einigung vom Gericht positiv aufgenommen worden. Eine endgültige Entscheidung soll es im Oktober geben.

Der Mutterkonzern Inbev hatte die Produktion von Beck’s und anderen Produkten in die USA verlegt, um Kosten zu sparen ...

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