8.000 € Schmerzensgeld - Taubheit rechtes Bein nach Nervenläsion

Die Mandantin begab sich wegen chronisch rezidivierender Rückenschmerzen ohne radikuläre Ausstrahlung mit erst seit einigen Wochen verändertem Abrollverhalten des linken Fußes (erschwerte Fußhebung) in die stationäre Behandlung der Beklagten. Eine konservative Therapie hatte bis dato nicht stattgefunden. Der Aufnahmebefund ergab eine Fußheber- und eine Großzehenheberparese links KG4+/5. Daneben bestanden keine weiteren manifesten Paresen oder sensible Defizite, der Muskeleigenreflex (MER) war seitengleich. Ein Hackengang war links nicht möglich, der Zehengang hingegen beidseits möglich, das Gangbild flüssig. Stand und Koordination waren unauffällig, Blasen- und Mastdarmfunktion waren intakt. Auf der Grundlage eines ambulant erstellten MRT und unter der Diagnose einer dysplastischen Spondylolisthesis IIº L5/S1 ("Wirbelgleiten", Grad 2 von 4) erfolgte ein operativer Eingriff. Dem Entlassungsbericht ist zu entnehmen, dass sich in den Röntgenfunktionsaufnahmen Hinweise für eine Instabilität zeigten, sodass die Indikation zur dorsalen Dekompression, Entfernung des Bandscheibensequesters, Implantation eines Titan-Cages und Durchführung einer Schraubenosteosynthese LWK5/SWK1 gestellt wurde. Dem OP-Bericht sind als OP-Indikation "therapieresistente Lumboischialgien" zu entnehmen. Auf Grund von starken Blutungen wird zuerst, vor Ausräumen des Faches, eine Reposition durchgeführt. Diese gelingt vollständig. Jedoch kommt es weiter zu starken Blutungen bei Medialisierung der Wurzel S1 bzw. des Duralsackes. Deshalb wird beschlossen eine interkorporale Spondylodese zu einem späteren Zeitpunkt von ventral durchzuführen ...Zum vollständigen Artikel

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