Leichengeruch im Haus: Vermieterin klagt gegen das Land NRW auf 25.000 Euro Schadensersatz

von Stephan Weinberger

Das Land NRW muss sich zur Zeit in einem Schadensersatzprozess vor dem Landgericht Bonn rechtfertigen – der Grund: Leichengeruch im Haus einer Vermieterin. Im Oktober 2013 fand die Polizei eine Leiche im Keller eines Hauses in Königswinter-Ittenbach – einbetoniert in den Sockel eines Weinregals. Die Eigentümerin wirft der Polizei vor, dass durch ihr angeblich fehlerhaftes Verhalten der Leichengeruch durch das ganze Haus gezogen sei.

Der Geruch muss kaum zu ertragen gewesen sein: Mehr als fünf Jahre lag die tote Frau im Keller – einbetoniert vom heute 53 Jahre alten Ehemann, welcher stets behauptet hatte, dass die 40-Jährige ein neues Leben beginnen wollte und deshalb die Familie verlassen hätte. Schließlich gesteht der Mann im Prozess, seine Ehefrau im Februar 2008 nach einem Streit erwürgt zu haben. Im März 2014 folgt das Urteil: Acht Jahre Freiheitsstrafe wegen Totschlags.

Mit dem jetzigen Verfahren vor der ersten Zivilkammer des Landgerichts Bonn ist der Fall erneut Gegenstand richterlicher Entscheidungsfindung. Die Vermieterin verlangt vom Land NRW gut 26 000 Euro Schadensersatz.

Das Haus war damals an die betroffene Familie vermietet, als es am 30. Oktober 2013 von der Polizei durchsucht und aufgrund des Leichenfundes versiegelt wurde ...

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