Kein Duzen bei Online-Spiel?

von Christopher A. Wolf

Stellt jedes Duzen der Nutzer in einem Online-Spiel auch eine wettbewerbswidrige Kinderwerbung dar? Das Landgericht Berlin hatte diese Rechtsfrage zu entscheiden.

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Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V (vzbv), beanstandete eine Werbung des Anbieters eines Online-Rollenspiels. Dieser hatte für virtuelle Zusatzfeatures geworben, wobei er die Spieler – und damit auch Kinder – direkt mit „Du” ansprach. Der Anbieter des online-Spiels warb mit der Aussagen:

„Kauft ein im Haustiershop Neues exklusives Reittier: Gepanzerte Blutschwinge – Holt es Euch jetzt …”

Daraufhin verlangte die Verbraucherzentrale die Unterlassung der Werbung, da es sich bei der Werbung durch die persönliche Ansprache mit “Du” nach ihrer Rechtsaufassung um eine wettbewerbswidrige Kaufaufforderung an Kinder handelte.

Die Ziffer 28 der sog. “Blacklist”, also des Anhangs zu § 3 Absatz 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), stelle eine unzulässige geschäftliche Handlung fest, die in eine Werbung einbezogene unmittelbare Aufforderung an Kinder, selbst die beworbene Ware zu erwerben oder die beworbene Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder ihre Eltern oder andere Erwachsene dazu zu veranlassen ...

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