Industrie 4.0 – Arbeitsrecht soll „flexibler“ werden

Wie ist das eigentlich, wenn die Politik eine Expertenkommission ins Leben ruft? Ist dann das Thema, um das es geht, wahnsinnig heiß, ist es viel eher schon längst durch oder ist es in Wahrheit so fad, dass man es lieber erst mal in andere Gremien abschiebt und dadurch zumindest Aktionismus vorgibt?

Industrie 4.0 – schon mal gehört? Das ist eines dieser Themen, die begrifflich noch recht neu, inhaltlich aber schon etwas älter sind und die unter diesem Namen gerade erst jetzt mit der Heavy Rotation im Medienbetrieb so richtig begonnen haben. Industrie 4.0 – liest man gerade überall.

Kurze und knackige Beschreibungen, was das ist, sind rar. Industrie 4.0 ist ganz pauschal ein Begriff, der mit den immer digitaler werdenden Arbeitswelten zusammenhängt. Im Bereich des industriellen Sektors, in dem rund 25% der hiesigen Arbeitnehmer beschäftigt sind, geht es um umfassend miteinander vernetzte Produktionsprozesse. Wikipedia erklärt es etwas fundierter.

Industrie 4.0 betrifft zumindest indirekt auch rechtliche Bereiche, die für jeden Betriebsrat essentiell sind

Im Rahmen des IT-Gipfels der Bundesregierung wurde vor einiger Zeit eine solche – eingangs erwähnte – Expertenkommission eingesetzt, die sich mit der Digitalisierung der Arbeitswelt befassen soll. Vor wenigen Tagen traten nun die 26 Herrschaften, von Bundesmininsterin Andrea Nahles als Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaft und Politik vorgestellt, erstmals zusammen. Ihr Auftrag: In den nächsten zwei Jahren sollen konkrete Beispiele erarbeitet werden, wie sich Unternehmen hierzulande auf die kommenden Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten können. Das Ziel: Der Anschluss in der Hochtechnologie soll nicht verloren gehen.

Digitalisierung der Arbeitswelt – ganz neu kommt uns das nicht vor. So halten manche die gerade erst heftig aufbrandende Debatte auch nur für alten Wein in neuen Schläuchen ...

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