Wenn der Polizeihund zubeißt

von Nino Herding

Ein polizeilicher Hundeführer muss seinen Hund auch in einer Festnahmesituation so beherrschen und kontrollieren, dass ein willkürliches Beißen des Hundes ausgeschlossen ist.

Das hat der unter anderem für Amtshaftung zuständige 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe mit Urteil vom 18.06.2015 – 9 U 23/14 – entschieden und in einem Fall, einem 14-jährigen Kläger Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 2.500 € zugesprochen,

  • weil er, als er sich im Rahmen einer polizeilichen Fahndung nach dem Täter eines Raubüberfalls der polizeilichen Kontrolle entziehen wollte und deshalb unter Einsatz eines Diensthundes festgenommen werden sollte,
  • von dem Diensthund mehrfach gebissen worden war, so dass er aufgrund der Verletzungen mehrere Tage seine Hände nicht benutzen konnte.

Nach Auffassung des 9. Zivilsenats des OLG Karlsruhe lag eine zumindest fahrlässige Amtspflichtverletzung des Hundeführers der Polizei vor, für welche das Land als Dienstherr einzustehen hat ...

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