LG München I: Preise lediglich auf Anfrage in Online-Shop wettbewerbswidrig

Ein Online-Shop, der die Preise in seinem Online-Shop lediglich auf Anfrage des Kunden nennt, verletzt § 1 Abs.1 PAngVO und handelt somit wettbewerbswidrig (LG München I, Urt. v. 31.03.2015 - Az.: 33 O 15881/14).

Die Beklagte betrieb einen Online-Shop für Möbel. Um den Verkaufspreis des Möbelstücks zu erfahren, musste der Verbraucher auf der Webseite seinen Namen und seine E-Mail-Adresse eingeben und den Button "Angebot anfordern" anklicken.

Der User erhielt dann eine E-Mail folgenden Inhalts:

"Später erhält der Internetnutzer eine E-Mail mit folgendem Inhalt: Betreff: E. S. Möbel - Ihr AngebotDatum: Thu, 13 Feb 2014 15:05:13 +0100 Von: ...de G. G. g...g...@....deAn: (...) Guten Tag (...)vielen Dank für Ihre Geduld!Ihr Angebot können Sie nun unter folgendem Link einsehen:Angebotsnummer: ... "angebot(...)net" claiming to be http://angebot(...)net?anfrage=..."

Rief der Nutzer den in der Mail angegebenen Link auf, wurde er auf die Internetplattform geführt, wo nunmehr ein Angebot mit einer konkreten Preisangabe erschien. Außerdem wurde er darauf hingewiesen, dass eine Nachnahmegebühr von 20,00 € anfiele, da der Bestellwert unterhalb von 1.000,- € liege.

Die Klägerin sah in diesem Vorgehen einen Verstoß gegen § 1 PAngVO ...

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