Landtag: Umweltausschuss – Fragen zur Lebensmittelsicherheit bei Salmonelleninfektion

1. Juli 2015

War Bayern Ausgangspunkt eines europaweiten Salmonellenskandals? Hätten bayerische Behörden öffentlich warnen müssen? Seit Wochen gibt es Streit über den Eier-Großproduzenten „Bayern-Ei“ aus Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen. Der Betrieb, der mehr als eine Million Hühner in Käfigen hält, soll im vergangenen Jahr für Salmonelleninfektionen in mehreren Ländern verantwortlich gewesen sein. Zwei Männer starben daran. Nach Ansicht der Opposition hätten bayerische Behörden früher Alarm schlagen müssen. Gestern nahm Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf (CSU) bei einer Sondersitzung des Umweltausschusses Stellung zu den Vorwürfen.

Dass die Behörden vor den Eiern hätten warnen müssen, wies Scharf zurück. Alles sei nach den Vorschriften gelaufen. Nachdem die Behörden Salmonellen auf Eierschalen festgestellt hätten, seien diese Chargen zurückgerufen und Vermarktungsverbote ausgesprochen worden. Das sei mehr, als in vielen anderen Bundesländern üblich ist. Eine „völlige Salmonellenfreiheit“ gebe es aber nicht, betonte die Ministerin:

„Es ist falsch und irreführend das Vorhandensein von Salmonellen mit Schlamperei der Behörden gleichzusetzen.“

Allerdings räumte sie ein, kürzlich in einem Punkt falsch informiert zu haben. Sie hatte behauptet, in Bayern würden keine Eier aus Käfighaltung mehr vertrieben. Kurz darauf wurde bekannt, dass solche Eier in mehreren Supermärkten zu kaufen sind. Die Aussage bedauere sie, sagte Scharf.

Der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn blieb bei seiner Kritik ...

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