Kündigung wegen Schweißgeruchs

von Prof. Dr. Arnd Diringer

Wenn einem Arbeitnehmer sein Job stinkt, verursacht das oft Probleme bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Nicht weniger problematisch ist es, wenn ein Arbeitnehmer im Job stinkt. Das zeigt ein Urteil des Arbeitsgerichts Köln (Urt. v. 25.03.2010 – 4 Ca 10458/09).

Hier wurde einem städtischen Verwaltungsbeamten zum Ablauf der Probezeit gekündigt. Die Gemeinde begründete die Beendigung des Arbeitsverhältnisses damit, dass der Vorgesetzten des Arbeitnehmers „ein ungepflegtes Erscheinungsbild, insbesondere durch starken Schweißgeruch und unsaubere Hände aufgefallen“ sei.

Stimmt nicht, meinte der Verwaltungsangestellte. Die Behauptungen über sein Erscheinungsbild seien „falsch, frei erfunden und völlig aus der Luft gegriffen und dies allein, um (ihn) zu schädigen.“ Zum Beleg verwies er nach den Ausführungen im Tatbestand der Entscheidung „auf das Schreiben der Mitarbeiter des … vom 30.10.09, Anlage K 1, Bl. 38-39 d. A.“.

Das aber war wohl eher eine unkluge Verteidigungsstrategie – jedenfalls wenn das Gericht in den Urteilsgründen die in dem Schreiben niedergelegten Inhalte richtig widergibt. Dort heißt es u.a ...

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