Testamentsvollstreckung und postmortale Vollmachten

Da zwischen Amtsantritt des Testamentsvollstreckers und vor allem bis zur Erteilung des Testamentsvollstreckerzeugnisses ohne Weiteres mehrere Wochen bis Monate vergehen können, ist es aus Sicht des Erblassers sinnvoll, den Schwebezeitraum zu überbrücken, umso mehr, wenn laufende Geschäfte zu regeln sind und unter Umständen kurzfristig Entscheidungen umzusetzen sind. Hierzu bieten sich besonders transmortale oder postmortale Vollmachten an. Der zukünftige Testamentsvollstrecker sollte mit derartigen Vollmachten versehen werden. Zu unterscheiden ist zwischen der transmortalen Vollmacht, das ist die Vollmacht zu Lebzeiten des Testamentsvollstreckers und über den Tod hinaus und der postmortalen Vollmacht, die erst mit dem Tod des Vollmachtgebers zum Handeln in seinem Namen ermächtigt. Zu beachten ist, dass eine dem Testamentsvollstrecker erteilte postmortale Vollmacht die gesetzlich vorgeschriebenen Befugnisse des Testamentsvollstreckers erheblich erweitern kann. So gilt etwa die Beschränkung des Testamentsvollstreckers gem. § 2205 Satz 3 BGB nicht ...Zum vollständigen Artikel


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