Kündigungszugang auch bei „Knastbesuch“

Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein (19.03.2014, Az.: 6 Sa 297/13) hatte sich bereits im Jahre 2014 mit der Frage zu beschäftigen, ob eine Kündigung, die einem Mitarbeiter in den Hausbriefkasten eingeworfen wird als „zugegangen“ gilt und damit die Kündigungsschutzklagefrist von drei Wochen auslöst, obwohl sich der Arbeitnehmer zu diesem Zeitpunkt hinter schwedischen Gardinen befindet.

Das LAG bejahte diese Frage und begründete seine Ansicht damit, dass die Möglichkeit der Kenntnisnahme ausreiche, die nach den „gewöhnlichen Verhältnissen“ und den „Gepflogenheiten des Verkehrs“ zu beurteilen sei. Bei dieser Beurteilung sei gerade nicht auf die individuellen Verhältnisse des Empfängers abzustellen, sondern im Interesse der Rechtssicherheit zu generalisieren ...

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