Wann das Amt des Testamentsvollstreckers beginnt

Das Amt beginnt nicht automatisch mit dem Tod des Erblassers, sondern vielmehr erst durch die Annahme der Testamentsvollstreckung durch den Berufenen (§ 2202 Abs. 2 BGB). Die Annahme erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht. Damit ist der Testamentsvollstrecker wirksam bestellt, ohne dass es noch eines Aktes des Nachlassgerichts bedarf. Zugleich mit der Annahme des Amtes sollte das Testamentsvollstreckerzeugnis beantragt werden, das gem. § 2368 BGB von dem Nachlassgericht zu erteilen ist. Der Antrag ist unerlässlich, da ohne dieses Legitimationspapier der Testamentsvollstrecker faktisch machtlos ist. Mit dem Antrag kann zugleich das Nachlassgericht um eine schriftliche Bestätigung der Annahme des Amtes gebeten werden. Mit dieser vorläufigen Legitimation kann der Testamentsvollstrecker in aller Regel dringend notwendige Angelegenheiten im Verhältnis zu Banken und Versicherungen schon abwickeln ...Zum vollständigen Artikel

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