Schlechte Datensicherheit bei Gesundheitskarte

von Christian Volkmer
Wie das ZDF aufdeckte ist es für Kriminelle möglich, an die hochsensible Sozialdaten, wie Arztbesuche oder Medikation, der Gesundheitskarten zu gelangen. Der GKV-Spitzenverband verteidigt die elektronische Gesundheitskarte. Ihm zufolge gibt es keine Datenschutzlücke.SO EINFACH KLAPPT DER DATENKLAU

Wie die Sendung ZDF Heute Journal aufzeigte, bedarf es lediglich des Namens eines Versicherten sowie die ersten Ziffern seiner Versichertennummer. Mithilfe eines Anrufs bei der Krankenkasse und der Bitte, die Adressdaten zu ändern, z. B. weil man angeblich umgezogen sei, und schon schickt die Krankenkasse die neue Karte an die Betrüger. Frei Haus mit dazu alle nötigen Daten, um ein Online-Konto zu erstellen, das dann den Einblick in die Liste der Arztbesuche, verabreichten Medikamente und Operationen und ermöglicht.

MANGELHAFTE IDENTITÄTSPRÜFUNG

Wie es in der Sendung hieß, führten wohl nicht alle gesetzlichen Krankenkassen bei der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte eine Identitätsprüfung durch. Ein Sprecher der hier betroffenen Krankenkasse verteidigte sich gegenüber dem ZDF: „Im Sinne kundenorientierter Prozesse müssten Krankenkassen im Rahmen einer vertrauensvollen Kundenbeziehung Postadressen grundsätzlich als wahr annehmen können ...

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